Das Blog für trnd-Projektteilnehmer: Hier gibt's die aktuellen Projektnews und Diskussionen rund um das trnd-Projekt Frosta.

Zweites FRoSTA-Video: Infos zur Lebensmittelkennzeichnung.

Laut Statistischem Bundesamt sind 58 Prozent der erwachsenen Männer und 42 Prozent der erwachsenen Frauen in Deutschland übergewichtig.

Schaut man auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel versteht man meist nur Bahnhof. Hinter manchen “E”s verbergen sich oft Dickmacher oder andere Stoffe die Allergien auslösen. In England werden dagegen Produkte mit dem so genannten Ampelsystem ausgezeichnet. Die grünen, gelben und roten Punkten auf den Waren informieren die Verbraucher über Fett, gesättigte Fette, Zucker und Salzgehalt. Rot heißt viel, gelb moderat, grün wenig.

Die Europäische Union strebt schon seit längerem eine Verordnung für ein vergleichbares Kennzeichnungssystem an. Bis 2009 soll es daher verpflichtend sein, dass Lebensmittel in EU-Mitgliedsländern mit ausführlichen Nährwertprofilen gekennzeichnet werden.

Doch die Lebensmittelindustrie in Deutschland setzt bisher alles daran eine strengere Kennzeichnungspflicht und damit eine Vergleichbarkeit von Produkten zu verhindern.

Die Lebensmittelhersteller sehen den Grund für die steigende Zahl an Übergewichtige nämlich in der falschen Ernährung der Verbraucher und nicht in den “versteckten Dickmachern”, die sich in vielen Produkten verbergen.

Was meint Ihr hierzu? Wer trägt Eurer Meinung nach Schuld daran, dass die Menschen hierzulande immer dicker werden? Die Verbraucher selbst oder die Lebensmittelhersteller ?

Diskussion

Meinungen der trnd-Partner

18.09.07 - 21:04 Uhr
von Sandera

Ich finde das Ampelsystem in England absolut positiv und fände es sinnvoll dieses auch in Deutschland einzuführen. Was die Lebensmittelkennzeichnung angeht scheint mir England eh weiter vorn zu sein, als Deutschland. Dort kann man zum Beispiel auch direkt auf der Packung ablesen, ob ein Produkt für Vegetarier geeignet ist und muss nicht erst die komplette Zutatenliste durchlesen, ob sich nicht am Ende doch noch ein bisschen Schweinefett oder ähnliches im Produkt versteckt.
Allerdings wird mit dem Ampelsystem ja nicht das Problem der Geschmacksverstärker und anderer Zusätze gelöst, denn darüber gibt das System ja keinerlei Auskunft.
Ich denke, dass man als Verbraucher schwer den Durchblick behalten kann wenn es um die Zusätze geht. Woher soll man den Wissen hinter welchen Bezeichnungen sich nun genau Geschmacksverstärker versteckt oder was die ganzen “E”’s bedeuten? Das einfachste ist sicher darauf zu achten, dass nur Zutaten im Essen sind, die man kennt und da ist man bei Frosta ja zum Glück ganz weit vorne :-)

18.09.07 - 21:32 Uhr
von frosch1541

Das Ampelsystem ist meiner Meinung nach ein erster Schritt. Ich kann mir sehr gut vorstellen sich nach “Rot, Orange, Grün” zu orientieren … wenn man versteht, was dahinter steckt. Das große Grundproblem nach meiner Auffassung ist, dass die Menschen, so lange sie gesund sind, sich keine Gedanken um die Ernährung machen. Das setzt erst ein, wenn der Mensch krank wird. Meinem Papa beispielsweise konnte man bis vor ein paar Jahren nicht klar machen, dass man das Fett beim Schinken nicht unbedingt mitessen muss, bzw. dass man das FLEISCH in fettiger Soße ertränken muss … jetzt nach seinem Herzinfarkt denkt er anders.

18.09.07 - 22:19 Uhr
von Tobias96

Da sind die Engländer uns einen Schritt voraus.
Hingegen zu Matthias Horst finde ich schon,dass die Ampel sinnvoll ist und “etwas bring”.
Ich würde dieses Ampelsystem nutzen und finde,dass in Deutschland teilweise zu wenig für die Konsumenten getan wird.

18.09.07 - 22:54 Uhr
von Djinni

Ampelkennzeichnung, mein Reizthema schlechthin!

Ich bin der Meinung, dass eine solche Kennzeichnung vernünftigerweise gar nicht möglich ist, denn man kann Lebensmittel nicht pauschal in “Gut” oder “Schlecht” einteilen, denn bei der Ernährung kommt es auf die Mischung an. In Maßen genossen können auch stark zucker- oder fetthaltige Lebensmittel Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.

Essen ist ein Stück Lebensqualität und ich persönlich würde z.B. nie auf Schokolade verzichten wollen (müsste wohl dunkelrot gekennzeichnet werden…). Trotzdem bin ich nicht übergewichtig, weil ich Maß halte.

Das Problem liegt meines Erachtens ganz wo anders: Schon die Kinder wissen einfach nicht genug über gesunde Ernährung. Warum gibt es so ein Fach nicht in der (Grund-)Schule? Ich glaube, Übergewicht liegt meistens an Unwissenheit und/oder Faulheit und/oder mangelnder Disziplin. Die Lebensmittelindustrie ist doch nicht verantwortlich dafür, was und wieviel ich persönlich esse!

Letztendlich wird doch auch nur angeboten, was auch nachgefragt wird. Da spielt natürlich auch der Preis der Nahrung eine Rolle: Wenn der Großteil der Leute nicht bereit dazu ist, für hochwertige Nahrung etwas mehr Geld auszugeben, dann werden eben viele billige Produkte mit entsprechend vielen Zusatzstoffen angeboten. Nebenbei bemerkt haben wir in Deutschland im Europavergleich die geringsten Ausgaben für Lebensmittel, da kann mir keiner erzählen, dass auch mit geringerem Einkommen nicht möglich ist, sich einigermaßen gesund zu ernähren.

Überhaupt sind Lebensmittel meiner Ansicht nach hierzulande viel zu billig. Gute Sachen kosten eben gutes Geld - das sehen viele Leute offenbar nicht ein und wundern sich auf der anderen Seite über Gammelfleisch und schlechte Arbeitsbedinungen beim Discounter.

Ich persönlich finde Frosta eine sehr gute Alternative, zumal ich nicht koche (lohnt sich für ein Person irgendwie nicht und ich hab auch ehrlich gesagt keine Lust, nach der Arbeit noch loszulegen) und ich das Reinheitsgebot, das Frost verspricht, auch glaube. Nächstes Thema: Wie viele Produkte schießen im Moment auf dem Boden, die groß behaupten “Ohne künstliche Aromen” - und was ist mit natürlichen? (Erdbeer aus Holzspänen geht auch als natürlich durch) Oder “Ohne Geschmacksverstärker” und es ist doch Hefeextrakt drin… Man muss eben doch immer genau hinschauen, da bringt auch eine Ampelkennzeichnung nichts. Es ist doch jeder selbst verantwortlich für das, was er/sie tut und das Leben ist eben kompliziert! Die Lebensmittelindustrie pauschal für das Fehlverhalten der Leute zu verurteilen ist meiner Ansicht jedenfalls der falsche Weg.

Ach, Ernährung, mein Lieblingsthema! Beim nächsten Mal belämmere ich Euch dann über meine Ansichten zum Thema Bio…

19.09.07 - 0:17 Uhr
von ViBiggi

Also ich denke das das Ampelsystem sehr hilfreich wäre. Natürlich ist es nicht die Lösung für alle Übergewichtigen aber es ist immerhin ein RIchtwert und schon mal besser als E´s oder sonst irgendwelche chemischen bezeichnungen von denen man keine ahnung hat.
Ob es das Ampelsystem sein muss oder Punkte oder sonst irgendwas ist ja zweitrangig.
Ich denke es sollte einfach nur etwas gemacht werden, wo jedem Kleinkind klar ist wieviel wovon drinne ist und wie gesund bzw ungesund diese sachen sind.
Besonders gut an dem Ampelsystem finde ich das es wirklich auf den ersten Blick sichtbar ist ob da einfach mehr rot oder mehr grün oder doch orange ist. Den oft wird man keine Zeit haben um sich alles durchzulesen. Wenn alle bereiche immer am selben ort des Kreises sind(z.B: Fett immer oben) dann wird das Vergleichen einem Super einfach fallen und man muss sich nicht Jahre Zeit nehmen um eine Suppe zu kaufen, da man immer alles durchlesen muss.

19.09.07 - 8:56 Uhr
von Djinni

Na ja, die Ampelkennzeichnung hat ja nichts mit den enthaltenen Zusatzstoffen zu tun, die werden dadurch auch nicht verständlicher. Schokolade z.B. ist ein zusatzstoffreies Produkt, das trotzdem “rot” sein müsste, weil es eben sehr fett- und zuckerhaltig ist (auf der anderen Seite aber auch gut für’s Herz, besonders Zartbitter…)

Gutes Entscheidungskriterium auch: schaut doch einfach mal darauf, wie lang die Zutatenliste des Produktes ist, das ihr kaufen wollt: je länger, desto mehr Chemie.

Mir geht das ewige Gerede von der “bösen Industrie” echt auf den Senkel, ein bisschen eigenverantwortliches Denken des Verbrauchers muss doch wohl möglich sein! Und wie gesagt, Ansatz dazu ist einfach Aufklärung: Hat man bei der Frau im Film doch gesehen, dass die nach ihrer Schulung besser bescheid wusste. Und wenn keiner mehr die Chemie kauft (und dadurch bedingt jeder gezwungenermaßen mehr Geld fürs Essen ausgibt), dann wird sie auch nicht mehr angeboten - schlecht für Frosta, denn dann kann man ja auch wieder andere Produkte kaufen ;-)

19.09.07 - 9:18 Uhr
von lstein

Ampelsystem - ja! Als erste Stufe, die allerdings eben nicht in “gut” und “schlecht” einteilt, sondern eine übersichtliche und so verbraucherfreundliche Aussage macht und Vergleichbarkeit ermöglicht!
Ich finde es superwichtig, dass wir dem deutschen Lobbyismus endlich mal einen Riegel vorschieben! Es kann nicht sein, dass wirtschaftliche Interessen dem Gemeinwohl der Gesellschaft, hier der Gesundheit des Menschen, unserem höchsten Gut, weiterhin vorsätzlich schaden und dafür auch rechtlich noch Rückenendeckung erhalten!
Ich bin für die Kennzeichnungspflicht und für Deutlichmachung über Zusammensetzung, Inhaltsstoffe und Qualitätslogos und Aufklärung des Kunden!
Auf jeden Fall appelliere ich aber auch immer an das Kaufverhalten des einzelnen!
Wir entscheiden letztendlich, welches Produkt am Markt Absatz hat oder was im Regal stehen bleibt!
Die ledigliche Schuldzuweisung an die Industrie reicht da nicht.. wir müssen da schon auch selber etwas rücken.. eine gewisse Eigenverantwortlichkeit erwarte ich von jedem (hoffentlich immer besser aufgeklärten) Bürger.. nicht nur in Sachen Ernährung!

19.09.07 - 9:18 Uhr
von artemiss

Die Ampelkennzeichnung finde ich einen Schritt in die richtige Richtung, aber ich schließe mich da meiner Vorschreiberin an: Eine Erklärung für E- und andere Zusatzstoffe fällt damit immer noch weg und ist somit unzureichend.
Ich denke auch, dass die Lebensmittelindustrie hier gefordert ist. Was mich in letzter Zeit sowieso zunehmend nervt, ist, dass viele Produkte in der Werbung auf scheinbar gesund “getrimmt” und entsprechend beworben werden dürfen, wie z.B. Fruchtzwerde, die es jetzt mit Fruchtzucker gibt. Die Menge an Zucker hat sich aber nicht verändert.
Ähnliches gilt für Lebensmittel mit Zuckeraustauschstoffen. Zwar ist dann in Getränken z.B. kein Zucker, aber dem Körper wird durch die Süße des Geschmacks suggeriert, dass jetzt vermehrt Zucker abgebaut werden muss, weswegen mehr Insulin ausgeschüttet wird und man dann schnell wieder Appetit bekommt. Nicht umsonst werden solche Süßstoffe in der Schweinemast eingesetzt! Mit einem scheinbar gesünderen, weil zuckerfreien Lebensmittel erreicht man so auf anderer Ebene einen unerwünschten Effekt. Über so etwas müsste der Verbraucher informiert werden, andererseits kann man nicht immer nur auf die Industrie schimpfen, schließlich kann sich jeder selbst informieren und wenn man, wie die Frau in dem Filmausschnitt, ein bisschen auf Inhaltsstoffe achtet, kann man vielem entgehen.

19.09.07 - 9:28 Uhr
von wolfpac

Die Ausgangsfrage war ja eigentlich, wer Schuld daran trägt, dass die Deutschen immer dicker werden. Hier kann man weder dem Verbraucher noch der Industrie gänzlich den schwarzen Peter zuweisen.

Zum einen ist es natürlich die Industrie, welche versucht, möglichst billig zu produzieren, da sie auch weiß, dass der Verbraucher zunächst auf den Preis achtet. Sprich die Nachfrage bestimmt das Angebot und die Produktion muss ja im Vergleich zum Endpreis auch noch rentabel bleiben. Deswegen benutzt man die im Bericht gescholtenen Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker, um die Kosten gering zu halten.

Natürlich ist es aber auch die Industrie, welche sich gegen beispielsweise dieses Ampelsystem immens wehrt. Durch Vergleiche könnte der Endverbraucher ja möglicherweise sensibilisiert werden für Produkte, die gesünder und ausgewogener sind.

Aber auch der Politik muss man eine Teilschuld zuweisen. Gerade wenn ich hier sehe, wie Renate Kühnast im Bericht die Wirtschaft abwatscht, bin ich leicht erzürnt. Sie gehört doch der Vorgängerregierung an, welche der Industrie immer wieder Eingeständnisse gemacht hat und Verbraucherrichtlinien der EU immer wieder verzögern wollte. Des Weiteren fehlt die Aufklärung der Bevölkerung. Hier müsste man, wie schon Djinni in ihrem Kommentar vermerkt hat, an den Schulen anfangen. Es würde schon ein Bereich im Biologieunterricht “Lebensmittelkunde” reichen, um Kinder auf die Probleme von bestimmten Produkten und deren Zusatzstoffen aufmerksam zu machen. Prävention ist immer besser als die Reaktion auf bestehende Probleme.

19.09.07 - 10:01 Uhr
von Djinni

Zum Thema “Lebensmittel auf gesund trimmen”: Das geht mir auch ganz gehörig auf den Senkel, zumal es sich oft um absolute Selbstverständlichkeiten handelt. Katjes Gummitiere ohne Fett: Natürlich, hat in der Geschichte der Menschheit jemand schon mal ein Gummitier MIT Fett gesehen? Fruchtzwerge ohne Kristallzucker: Na toll, Fruchtzucker soll nach neuesten Erkenntnissen ein sogar noch schlimmerer Dickmacher sein. Konserven ohne Konservierungsmittel: Konservierungsmittel in Konserven sind gesetzlich gar nicht erlaubt. Und so geht es weiter…

ich kann nur noch einmal für bessere Aufklärung plädieren! Oder wer von Euch weiß, dass Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe ganz und gar nicht das selbe sind? Süßstoffe sind künstliche, weitgehend kalorienfreie Stoffe mit einer weitaus höheren Süßkraft als Zucker, die zum Teil in Verdacht stehen, Krebs zu erregen und außerdem eklig bitter schmecken (finde ich) und unter Umständen fiese Blähungen verursachen (je nach Verzehrmenge und Veranlagung). Zuckeraustauschstoffe sind weitgehend natürlichen Ursprungs, haben eine andere Molekülstruktur als Zucker und eine meistens etwas geringere Süßkraft, aber nur minimal weniger Kalorien! Besser als Süßstoffe zwar, viel gewonnen hat man dadurch allerdings nicht (auch wenn manche davon prebiotisch wirken sollen, was sich bei mir aber nur wieder mit Darmproblemen äußert). Ich persönlich mache jedenfalls einen großen Bogen um alle zuckerfreien/zuckerreduzierten Produkte (außer Kaugummis und Extra Bonbons natürlich, da ist die Verzehrmenge so gering, dass mir das egal ist).

19.09.07 - 10:04 Uhr
von LittleAnnie

Ich fand das Video sehr interessant und wäre auf jeden Fall für so ein Ampelsystem auch bei uns in Deutschland. Die Frage wer Schuld daran ist das die Menschen bei uns immer dicker werden ist schwierig zu beantworten. Ich denke, es hat auf jeden Fall auch etwas mit dem Geld zu tun, in billigen Lebensmitteln steckt doch meist die größte Anzahl von Zusatzstoffen, somit finde ich hat da die Industrie auf jeden Fall einen großen Anteil an der Schuld. Auf der anderen Seite verstehe ich aber auch nicht, warum die Menschen nicht vermehrt auf ihre Ernährung achten?! Man hat doch eigentlich sehr gute Möglichkeiten heutzutage (vor allem durch das Internet) herauszufinden, was eigentlich in unseren Lebensmitteln steckt. Hinzu kommt, dass die Menschheit immer fauler zu werden scheint, für mich ist das ganze komplett unverständlich, ich bin nicht dick und werde es wohl auch nie werden, da sorge ich schon selber mit guter Ernährung und ausreichend Bewegung dafür.
Warum viele Menschen immer dicker werden, ich kann darüber nur den Kopf schütteln, in vielen Fällen denke ich dass sie selbst Schuld sind, man ist schließlich nicht gezwungen irgendwelche Fertiggerichte mit Zusatzstoffen zu kaufen. Es gibt, auch für den kleinen Geldbeutel, immer eine ganze Menge Alternativen, ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Es ist warscheinlich ein Teufelskreis, die Leute wollen nicht viel zahlen, die Industrie benutzt billigere Zutaten damit der Preis für das Endprodukt gering gehalten wird.

19.09.07 - 10:24 Uhr
von Belinda1983

Ich denke das es nicht alleine der Lebensmittelindustrie zuzuschreiben ist, dass die Bevölkerung immer dicker wird. Jeder Verbraucher sollte selbst darauf achten was er isst und was dahinter steckt.
Sicherlich würde eine “Ampel” die Übersichtlichkeit vereinfachen, aber trotzdem würde das nicht viel ändern. Die Zunahme von Convenience Food liegt vor allem daran, dass wir im Alltag immer weniger Zeit haben, oder uns für die Zubereitung von Essen immer weniger Zeit nehmen. Somit wird immer mehr auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Dabei wollen es eben zur Zeit nur wenige Hersteller gesund machen, da es für sie bisher immernoch der Kostenaspekt im Vordergrund steht.
Jeder sollte also selbst auf seine Ernährung achten.

19.09.07 - 11:01 Uhr
von spyonin

Ich finde auch, dass man weder allein den Verbrauchern noch der Industrie die Schuld zuschieben sollte. Klar, die Industrie sollte sich stärker bemühen, gesündere Lebensmittel zu produzieren, und die Zusatzstoffe sollten meiner Meinung nach viel deutlicher gekennzeichnet sein. Das Ampelsystem finde ich vom Prinzip her sehr gut, nur wie schon einige vor mir geschrieben haben, wird da auch nichts von Aromen oder anderen Zusatzstoffen geschrieben. Auf der anderen Seite finde ich, steht jeder einzelne Verbraucher selber in der Pflicht sich zu erkundigen, WAS er da eigentlich isst. ich meine, wer jeden Tag z. B. bei bestimmten Fastfood-Ketten isst oder vor dem TV lümmelt mit der Tüte Chips in der Hand und sich dann wundert, dass er zu dick ist oder schlechte Blutwerte hat, der soll sich nicht über die Lebensmittelindustrie aufregen.
Dass in Deutschland die Industrie-Lobby so vehement gegen die Kennzeichnungspflicht ankämpft, finde ich nicht in Ordnung. Meiner Meinung nach haben dann die Hersteller gute Karten bei den Verbrauchern, die nichts zu verbergen haben und freiwillig eine Kennzeichnung auf den Produktverpackungen anbringen.

ich wäre auch dafür, dass bereits im Kindergartenalter die gesunde Ernährung thematisiert wird. Gut finde ich zum Beispiel, dass in vielen Kindergärten die Eltern extra darauf hingewiesen werden, den kindern eine gesunde Brotzeit mitzugeben, ohne süßigkeiten o.ä. DA fängt nämlich die Erziehung zu gesunder ernährung schon an. Hilfreich ist auch, denke ICH zumindest, dass die Familie sich Zeit nimmt fürs gemeinsame Essen (soweit möglich), und dass Essen ein Genuss bleibt. Nur wenn man ab und zu in Maßen auch mal etwas weniger gesundes isst mit etwas mehr Fett als sonst, sich aber ansonsten gesund und ausgewogen ernährt, der hat auch Spaß am Essen. und Spaß am Essen ist für mich ein wichtiger Punkt bei gesunder und ausgewogener Ernährung.

19.09.07 - 11:14 Uhr
von Honey974

Ich denke, dass beide Seiten ihren Anteil zum “nationalen” Übergweicht beitragen. Wer auf der einen Seite wenig über Ernährung weiß und maßlos schlemmt, sich wenig bewegt und nicht isst um zu leben sondern lebt um zu essen, dem kann mit Recht der schwarze Peter zugeschoben werden. -
Lebenmittelhersteller sind Wirtschaftsunternehmen und Ziel eines jeden Unternehmens ist doch Profit. Maximaler Gewinn setzt sich aus: inimale Kosten und maximalem Absatz zusammen. Verständlich, dass Lebenmittel mit nahezu süchtigmachenden Zusatzstoffen vollgestopft sind, damit der Verbaucher eine maximale Menge konsumiert. Aber man ist ja nicht gezwungen diese Produkte zu kaufen,in Massen zu essen und auf Bewegung zu verzichten.
Meiner Meinung nach sollten die Produkte so wie in GB bereits der Fall, gekennzeichnet werden, hilfreich wären vorallem Informationstafeln in den Supermärkten, die Auskunft darüber geben was sich hinter “Hefeextrakt, Mono-xxxx, den ganzen E’s und den Aromen und Gewürzen” versteckt. Denn auch dieser Bericht deutet es an, gibt aber keine genaue Auskunft darüber. Eben das würde mich interessieren ! —–

Nochmal zurück zum “unwissenden” Verbraucher. Der Trend “Fertignahrung” zu verzehren geht beispielsweise an meiner Familie und mir nahezu vorbei. Klar, mal eine Fertigpizza im Monat, vllt aus Zeitnot eine Fertignudelsoße. Aber ansonsten gibt es bei uns alles frisch. Ich finde es aber problematisch, dass in Käse, Wurst, Marmeladen und vielen anderen Produkten solche Zusatzstoffe enthalten sind, die man kauft und zu sich nimmt, OBWOHL man sich bewusst, gesund und frisch ernähren möchte.
Generell ist Ernährung ein viel besprochenes Thema in den Medien aber wirkliche Aufklärungsarbeit müsste wieder grundlegender werden: Wo ist der Kochunterricht für Grundschüler oder Jugendliche geblieben? ! Inzwischen können einige Frauen doch noch nichtmal mehr Kartoffeln kochen (ohne Witz, es gibt Abiturienten, die das nicht können.) Mein Ansicht nach sollten “Hauswirtschaft”, “Werken” und “Kochen” wieder in die Stundenpläne zumindest in den letzten beiden Jahren der Grundschule eingeführt werden, besser noch sich bis zur neunten Klasse (die ja Mindestbildung ist) hingezogen werden. Dann könnte man auch den Verbraucher entlasten. Lg Honey

19.09.07 - 11:28 Uhr
von DasDeX

Das gute Ampelsystem. Tja, hier ist guter Rat teuer.
Im Großen und Ganzen vertrete auch ich die Meinung, dass dieses System ein wenig zu unausgewogen daherkommt, da es am Ende tatsächlich auf die “Mischung” ankommt (und diese auch noch abhängig von der eigenen Person ist).

Mit den Ampeln läuft man Gefahr einen gar nicht so tollen Trend zu unterstützen: Den Schlankheitswahn.

Macht in einer Schule eine Umfrage und ich kann euch versichern, dass viele (besonders die weiblichen) der Kiddies stolz zugeben würden nach dem Ampelsystem “rote” Lebensmittel konsequent zu meiden und “gelbe” nur selten zu essen, um “nicht fett zu werden”. Das sie hierbei u.a. auf lebenswichtige “gute” Fette (und sei es als Zutat eines anderen Lebensmittels) total verzichten würde, wäre fast schon gefährlich.
Weiterhin glaube ich kaum, dass jede Imbissbude neben ihre Gerichte eine Ampel malen würde…und gerade hier wäre es doch wichtig, ist übermäßiger Fast-Food-Genuss doch Auslöser Nummer 1 für das Übergewicht in deutschen Landen.
Apropos Übergewicht…wer ist denn nun Schuld daran? Die Industrie, weil sie verführerische Leckereien anbietet? Teilweise. Wenn versteckte Dickmacher zugesetzt wurden, auf die durch höherwertige Zutaten verzichtet werden könnte, würde ich den Unternehmen eine Teilschuld anlasten - im Endeffekt sind es aber die mangelnde Disziplin der Menschen sowie eine fehlerhafte Erziehung des Nachwuchs, welche als Hauptfaktor für Übergewicht angesehen werden könnten.

Um das kurz zu erläutern: Wer für sein Leben gerne Schokolade isst, soll das machen - aber es muss nicht unbedingt jeden Tag eine Tafel sein. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt, könnte über eine sportliche Freizeitaktivität nachdenken. Natürlich braucht man dafür eine gewisse Disziplin, aber diese aufbringen zu können, sollte zu einem Teil des Lebens werden. Immerhin hat man sie in anderen Bereichen des Lebens ja auch (viele gehen täglich und gerne zur Arbeit, andere sammeln mit Hingabe irgendwelche Dinge und verbringen Stunde mit der Suche nach ihnen) und zeigt somit, dass die Disziplin durchaus vorhanden ist. Vielleicht ist es aber auch eben diese mangelnde Disziplin, die für die falsche Erziehung der Kinder sorgt. Wie viele Kinder gehen heute noch täglich raus zum Spielen? Wie viele Eltern schicken ihre Kinder raus? Nicht viele? Warum auch? Wenn man sie den ganzen Tag vor die Playstation oder den PC setzt, dann sind sie ruhig und man muss nicht nach ihnen schauen. Denn auch das erfordert Disziplin. Warum sollte man mit den Kiddies etwas unternehmen, wenn man doch kaputt von der Hausarbeit lieber fernsehen möchte?
Das alles führt dazu, dass die Kinder unter Bewegungsmangel leiden - in Verbindung mit ungesundem Fast Food (so spart man sich das lästige kochen) führt das natürlich zu Übergewicht…

Ich bin mal gespannt, wie es hier in 30 Jahren aussieht…ICH bin auf jeden Fall der Meinung, dass sich etwas ändern MUSS….und da ist ein Ampelsystem vielleicht der falsche Ansatz. Eine vernünftige Erziehung und entsprechende Kurse oder gar ein passendes Schulfach (wenn es dieses geben würde, wäre auch eine Kombination mit dem Ampelsystem denkbar, da falscher Umgang mit angeblich “negativen” [sprich: Roten] Lebensmitteln dadurch vermieden werden könnte) - das hätte wohl mehr Sinn.

19.09.07 - 11:44 Uhr
von LittleAnnie

Ich kann dem von Honey974 angesprochenen Punkt über die mangelnde Ernährungsaufklärung in Schulen nur zustimmen, ich kenne viele gerade junge Menschen die überhaupt keine Ahnung vom Kochen oder gesunder Ernährung haben. Das sind auch keinesfalls immer die nicht so gebildeten, nein gerade die eine höhere Schule besucht haben, können manchmal außer Spaghetti kochen garnichts selber. Das ist wirklich traurig, die Schule sollte auch dazu da sein, den Schülern grundlegende Themen für das zukünftige Leben zu geben. Meiner Meinung nach sollten in Schulen zwei wichtige Dinge eingeführt werden einmal ein Fach ALLGEMEINBILDUNG (finde ich deutlich wichtiger als manches was man lernt und sowieso nie wieder gebraucht) und zweitens ein Fach ERNÄHRUNG/HAUSWIRTSCHAFT. Ich hatte das Glück dass es an meiner Schule einen Wahlpflichtkurs gab, in dem wir Kochen und wichtige Dinge über die Ernährung gelernt haben. Leider werden solche Kurse meist erst in der 9. oder 10. Klasse angeboten. Man sollte gerade die jüngeren Schüler vermehrt schon über richtige Ernährung und Bewegung informieren.
Genauso ist es mit dem Sportunterricht (Sport ist ja auch ein wichtiger gesundheitlicher Punkt und trägt dazu bei eben nicht immer dicker zu werden). In den Schulen ist der Sportunterricht doch meist katastrophal! Wenn es nach Noten gibt, Kinder gezwungen werden irgendwelche Übungen zu machen, die sie nicht könne, wo sie garkeine Lust zu haben, wird aus denen später auch kein Mensch, der sich gern bewegt. Ich wäre dafür lieber täglich vielleicht maximal eine Schulstunde sich bewegen z. B. Gymnastik (Rückenschule etc.), Fahrradfahren im Sommer, Joggen und andere Dinge die jeder kann als dieses nur auf Leistung bezogene Verausgaben. Ich denke es muss noch viel getan werden, bis die Menschheit endlich gesünder und dünner ist. Dies kann nur geschehen, wenn man schon kleinen Kindern beibringt, wie man sich richtig ernährt, auf was man achten soll, welchen Sport man machen kann um sich fit zu halten, dies alles natürlich auch so, dass es ihnen Spaß macht.

19.09.07 - 11:56 Uhr
von sanderj

Oh je das Ampelsystem. Mal ehrlich macht das einen Übergewichtigen schlanker oder einen Magersüchtigen dicker? NEIN!
Mich stöhrt auch das immer auf die bösen Dicken geschimpft wird. Seien wir mal ehrlich, “Dicke” sind nicht öffter krank als das andere extrem das ich die Grösse 34 Tussis nenne. Von denen habe ich ein paar in der Arbeit als Kolleginen und was soll ich sagen - 4 - 8 Wochen krank im Jahr - die “Dicken” 3 - 4 Fehltage, ich beobachte das jetzt über Jahre hinweg.
Sind das alles Ausnahmen? Nein, das denke ich nicht. Da versucht wieder jemand einem etwas einzureden. Sicher ist extrem Übergewichtig nicht gesund aber extrem dünn sein hat auch seine Risikofaktoren und die Damen werden bewundernd angestrarrt.

In Deutschland gibt es fast nur noch das eine oder das andere Extrem. Da hat aber nicht nur die Lebensmittel industrie etwas mit zu tun, auch die Modeindustrie mischt kräftig mit.
Sicher am Ende ist immer der Verbraucher selbst schuld. Worauf fällt er den schon als Kind rein, Werbung, Fernsehen, dass da und nichts anderes sollst du essen, dass und nichts anderes sollst du kaufen, dass musst du haben!
Ich will nicht sagen es ist nur der Verbraucher, nur die Lebensmittel oder Modeindustrie, nur der Staat der nicht aufklärt… es ist alles zusammen und wir sind bequem geworden, zu bequem das ganze zu hinterfragen.
Ja es stimmt, es gibt Leute die können keine Kartoffeln kochen oder auch Reis ohne das er anbrennt, ich kenne da ein paar und es entsetzt mich immerwieder.
Kochen ist doch nicht so schwer, oder? Es ist auch nicht so zeitaufwendig - wenn man es kann.

Zurück zur Ampel. Sicher es ist sie den ersten Blick hilfreich. Auf den Zweiten? Wenn sie Kennzeichnet was 100% Vegetarisch ist sicher.
Wenn ausserdem eine Liste mit den E… nein vieviele hundert gibt es davon? Kaum ein Verbraucher macht sich die Arbeit das nachzuschlagen. Vieleicht eher ein Terminal in dem man die E nummer eingibt bzw. den Begriff und das dann eine “Übersetzung” ausspukt?

VG
Sanderj

19.09.07 - 13:53 Uhr
von ankej

Also ich finde das Ampelsystem ungefähr so hilfreich wie die warnaufkleber auf Zigarettenschachteln - wer rauchen will tut es trotzdem. Ich denke auch dass schon bei Kindern angefangen werden muss sie über gesunde Ernährung aufzuklären, sich mindestens einmal am Tag zusammen hinzusetzen und gemeinsam zu essen und ihnen so ein Bewusstsein für die Wichtigkeit von Essen zu geben. Leider passiert es ja immer häufiger dass Kinder von der Schule nach hause kommen und sich dann vor dem Fernseher ein Feritiggericht reinschieben an das sie sich hinterher nicht mehr erinnern können. Bei mir gab es immer viel Obst und Gemüse - vielauch aus dem eigenen Garten soviel wir wollten - und noch heute ziehe ich einen Obstsalat einer Tafel Schokolade vor (in jeder Lebenslage, ehrlich!), weil ich gelernt habe dass natürliche Früchte jedem industriell gefertigten Essen die Schau stehlen.
Klar, dann denke ich auch dass die Industrie viele Zusatzstoffe ins Essen gibt die zusätzlich dick machen und von denen man nichts weiß (á la “Fat free” aber mit viel Zucker und “sugar free” aber mit viel Fett), aber es gibt immer Alternativen, wie z.B. sich zwar ein Feritggericht zu machen, dafür aber als Nachtisch frisches Obst oder zum Abendbrot einen Salat.

19.09.07 - 14:21 Uhr
von Alice Kain

Ja ja… die Macht der Großkonzerne, an denen sich unsere Regierung einen Narren gefressen hat.
Ich weiß von dem Ampelsystem schon seit 2004, habe es damals in der Schule durchgenommen und warte seitdem darauf, das es endlich hier auch zu finden ist.

19.09.07 - 14:41 Uhr
von Chrissy17

Kennzeichnung als Ampel oder Kennzeichnung durch die normale Tabelle, aufgespalten in Fett, Eiweiss und Zucker. Meiner Meinung nach ist es völlig egal, mit welcher Art, also graphisch oder tabellarisch, man diese Angaben deklariert.
Der Verbraucher sollte gucken, sofern es ihn überhaupt interessiert, was in den Lebensmitteln drin ist.
Bis auf wenige Ausnahmen, so wie Frosta, wird es die Industrie nicht großartig interessieren, was in ihren Lebensmitteln drin ist, beziehungsweise, ob Menschen dadurch dick und/oder krank werden.
Im Gegenteil. Wenn es denn so ist, so nehmen sie die Chance wahr, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, welches dann in der Bezeichnung irgendwo das Wort “Diät” oder “fettarm” führt und schon kaufen alle “Dicken”, die unbedingt abnehmen möchten, diese Produkte.
Und ich bin davon überzeugt, dass sie auch dieses Mal nicht auf die Produkte schauen, was denn da womöglich alles drin ist.
Ich habe mich eine zeitlang sehr intensiv mit den E-Kennzeichnungen beschäftigt, da mein Sohn Neurodermitis hatte und ich diese Krankheit ausschließlich mit der Umstellung der Ernährung in den Griff bekommen wollte.
Dabei habe ich gelernt, was die verschiedenen E’s bedeuten und mir ist ganz schumrig geworden.
Seitdem gibt es bei uns so wenig wie möglich aus den Fertigessenregalen zu essen.
Frisches Obst statt Schokolade, Kartoffelpüree aus frischen Kartoffeln und nicht aus Tüten und auch die Sossen und Salatsossen werden frisch hergestellt.

Doch zurück zur Frage, wer denn letztendlich Schuld hat, dass die Bevölkerung immer dicker wird und sich immer ungesünder ernährt:
Es liegt zum einen an der Regierung, die der Industrie nicht den nötigen finanziellen Rahmen lässt, um gesunde Nahrung zu produzieren. Es liegt an der Industrie, sich dagegen nicht zu wehren und somit das ungesunde, fertige Essen an den Verbraucher verkauft. Es liegt am Verbraucher, weil er nicht richtig hinschaut, sich nicht für die Inhaltsstoffe interessiert und auch oftmals kein Geld hat, die wenigen gesunden Nahrungsstoffe zu kaufen, die nunmal durch die gesamte Situation erheblich teurer sind.
Es liegt an unserem Gesellschaftsproblem, dass es kaum noch geregelte Tagesabläufe gibt, wodurch man oftmals aus lauter Zeitmangel auf Fertiggerichte zurückgreifen muss.
Die Familie, in der die Hausfrau kocht und alle zusammen am Mittagessentisch gemeinsam speisen können, gibt es doch schon lange nicht mehr, was ich persönlich sehr schade finde.
Der Rattenschwanz hört und hört einfach nicht auf……….

Der Verbraucher müsste die ungesunden Nahrungsmittel boykottieren, dann erst wird die Industrie nachdenken, was sie ändern sollte.

Aber einfach nur eine neue Kennzeichnung wird die Gewichtsprobleme und die Inhaltsstoffe in den Lebensmitteln niemals ändern.

19.09.07 - 15:34 Uhr
von IQIQIQ

Ich glaub, den Bericht hab ich schom im Fernsehen gesehen - oder zumindest einen ähnlichen ;-)

Was das Ampelsystem angeht: Klar ist das kein Allheilmittel. Aber ich denke, es wäre insgesamt schon positiv. Gerade, wenn man wenig Zeit hat und daher zu Fertiggerichten greift, dann weiß man eben oft nicht, ob ein an sich gesundes Gericht (was weiß ich - etwas Fisch oder Fleisch mit Gemüse) durch übermäßige Beigabe von Dickmachern oder schädliche Geschmacksverstärker doch zu einem ungesunden Essen wird.
Wenn ich zu Schokolade greife, dann weiß ich, dass ich mich nicht gesund ernähre, daran würde eine rote Kennzeichnung nichts ändern. Und ich würde natürlich trotz roter Kennzeichnung nicht völlig auf Schokolade verzichten.
Wenn ich aber etwas kaufe, was an sich gesund sein soll - Gemüsepfanne oder so, dann würde ich natürlich auf die Kennzeichnung achten, denn ich will ja keine Dickmacher drin haben, wenn ich eigentlich denke, ein gesundes Gericht zu essen!

19.09.07 - 15:44 Uhr
von Akurion

Ich denke beide sind Schuld daran… Die Lebensmittelindustrie weil die alles vertsuchen und Angaben machen in einer Sprache die nicht jeder versteht und der Verbraucher weil er sich nicht Informiert oder nichtmal darauf achtet. Ich selber achte auch nicht wirklich drauf… hauptsache es schmeckt und die kcal bzw. der Fettwert ist nicht zu hoch. Aber das soll sich jetzt dank dem Projekt hoffentlich ändern :)

19.09.07 - 15:46 Uhr
von Akurion

Jetzt hab ich ganz vergessen anzufügen, dass ich das System aus England hier begrüssen würde. Zwar steht da nichts über die Inhaltsstoffe drauf, jedoch macht es den Leuten leichter, die sich überhaupt nicht auskennen.

19.09.07 - 15:53 Uhr
von biri78

Ein interessanter Bericht, aber ich glaube es ist sinnvoller die Verbraucher aufzuklären und wieder mehr an frische Zutaten ranzubringen als auf alles ein Ampelsystem zu kleben.
Ist ja toll, das England das gemacht hat. Aber im Bewusstsein der Leute ist das meiner Meinung nach trotzdem nicht angekommen oder warum hört man sonst das Eltern sich über gesundes Essen in den Schulkantinen beschweren und die Aktion von Jamie Oliver boykottieren. Wichtig ist es, die Verbraucher grundsätzlich wieder näher an gesunde Ernährung zu bringen. Vielen fehlen die Grundlagen.
Ich esse unterwegs gerne mal Karotten oder Apfelschnitten, aber viele greifen doch aus Bequemlichkeit lieber zu einem Müsli- oder Schokoriegel. Und auf jeder Packung von Fertiggerichten steht heute schon die Nährwertangabe drauf. Wer lesen kann ist hier klar im Vorteil, da nützt die Kenzeichnung mit bunte Farben auch nichts.

19.09.07 - 16:18 Uhr
von Djinni

@IQIQIQ: Gut, dass Du weißt , dass Schokolade tendenziell (im Übermaß genossen) ungesund ist - man könnte denken, das weiß jeder, ich dachte das auch, aber: Neulich hörte ich ein Gespräch von zwei erwachsenen Frauen mit an. Eine davon hatte gerade eine Diät begonnen (ich glaube mit Weight Watchers). Deshalb berichtete sie völlig entrüstet, dass sie ja nun herausgefunden habe, dass Kinderschokolade gar nicht gesund sei - wegen der Auslobung “+Milch” hatte sie das Zeug immer als Milchersatz und Calciumquelle tonnenweise gefuttert…Oh Mann!!

Damit wären wir wieder beim Thema: Aufklärung tut not, schon in der Schule. Außerdem müssen die Eltern mehr Verantwortung übernehmen und ihren Kindern gesunde Ernährung beibringen, auch wenn das mehr Arbeit macht.

Meine Mutter hat früher immer sehr auf die Enährung geachtet, was ihr mit uns Kindern so manchen nervenzerreissenden Machtkampf beschert hat. Heute bin ich ihr sehr dankbar dafür, dass sie sich diesen Streß angetan hat und ich deshalb über Ernährung bescheid weiß und nicht übergewichtig bin.

19.09.07 - 17:10 Uhr
von danimi

Also ich finde die Sache mit dem Ampelsystem sehr gut. Das erleichtert Menschen, die sich gesund ernähren möchten, doch etwas den Einkauf. Man sieht auf den ersten Blick, das ist ok oder da sollte ich lieber die Finger von lassen. Ich würde mich freuen, wenn es dieses Ampelsystem auch bald bei uns in Deutschland geben würde.
Wenn man auf so manche Zutatenliste guckt, könnte man meinen man ist im Ausland, soviele unbekannte Begriffe und Abkürzungen stehen da drauf!

19.09.07 - 18:03 Uhr
von sharky

Ich denke, dass sehr viele Menschen mit dem Thema einfach überfordert sind. Viele kaufen einfach was ihnen schmeckt und gucken gar nicht auf die Zutaten.

Bei mir geht´s gar nicht mehr anders. Ich gucke auf alles und jedes. Bei Bio im Supermarkt bin ich inzwischen auch nicht überzeugt. Ich lasse mir jede Woche eine Bio-Kiste von einem Demeter-Bauernhof liefern. Obst, Gemüse, Milch, Brot. Das alles kostet nicht viel mehr schmeckt aber 10 mal besser als das Massenzeugs.

Ich bin der Meinung, dass Kinder bereits in der Schule viel mehr über Ernährung lernen müssten. Viele Eltern können das nicht vermitteln. Da muss einfach mehr geschehen. Dann wissen die Kids worauf es ankommt und womit sie sich gut ernähren können.

19.09.07 - 19:02 Uhr
von chatforest

Eine Art Ampelsystem begrüße ich in erster Linie natürlich auch, vor allem für ältere Menschen sicher auch eine Erleichterung, denn oft kann man die Zutaten ja nicht einmal auf der Verpackung erkennen. Aber das sollte erst der Anfang an, denn hier werden ja “nur” die Grundstoffe gekennzeichnet, nichts von Zusatzstoffen. Ich bin selbst Diabetiker und bin auf die Angabe von Inhaltsstoffen vielleicht mehr angewiesen als manch anderer. Schnell sehen können, wie viel Kohlehydrate, Fette etc. in einem Produkt sind, denk ich regt auch die anderen Hersteller an, umzudenken, denn wessen Kunde greift gern zu komplett rot oder orange. Von wann war denn die Frontal21 Sendung? Empfehle ich jeden da öfters reinzugucken, neulich ging es um die Zusatzstoffe / überschrittenen Grenzwerte von frischen Obst und Gemüse.

19.09.07 - 21:09 Uhr
von blume123

ich finde diees ampelsystem toll, es den alltag für viele menschen erleichten, man kann seinen kindern besser erklären das die rot gekennzeichnten produkte nicht so gut sind. also mit diesem ampelsystem

20.09.07 - 1:22 Uhr
von timira

ampelsystem hin oder her, man weiß auch ohne hintergrundwissen über diverse zusatzstoffe, dass chips und schokolade in massen kein highlight für den körper sind. man verdrängt es nur gern.

wenn ich beim einkaufen aber mal einen blick in die wagen der extrem dicken leute werfe, muss ich mich nicht wundern, warum sie so sind, wie sie sind. da wird nicht eine tüte chips gekauft, sondern vier. nicht eine pizza, sondern ein vorrat für eine woche, dazu cola ohne ende etc.

ich finde auch nur selten zutaten in diesen wagen, die anmuten lassen, dass in diesem haushalt gekocht wird. so richtig mit gemüse schneiden und topf und so. in den wagen gibt es nur dinge zum frittieren oder in den ofen schieben.

imho werden die “bösen” produkte trotzdem gekauft, auch wenn da ein riesiger roter punkt auf der packung prangen würde.

20.09.07 - 3:34 Uhr
von steffchen3010

Ich verstehe nicht warum sich die Industrie vehemmend dagegen stemmt, das Ampelsystem auch bei uns einzuführen. Da lach ich doch ganz laut, wenn sich mal wieder eine Firma dazu äußert, im Sinne des Verbrauchers zu handeln, das ist ja totaler Schmarrn. Glauben die wirklich damit so viele Verluste zu machen? Ich würde sagen, die sollten ihre Produktpalette einfach alle mal überarbeiten und auf diese ganzen Zusatzstoffe verzichten. Aber wenn das alles so einfach wäre! Also ich wäre definitiv für das Ampelsystem.

20.09.07 - 7:56 Uhr
von Trendomat

Das Ampelsystem ist klasse, mein Arzt hat mir auch mal einen von mir über 3 Monate erstellten Essensfahrplan mit rotem Stift gekennzeichnet was ich in dieser Zeit alles böses gegessen habe was den Cholesterinspiegel erhöt. Ich denke das bei dem Ampelsystem sich viele Menschen gesünder ernähren würden und die Krankheitsrate zurückgehen würde.

20.09.07 - 10:51 Uhr
von Soumyya

Dieser Bericht war super intressant, und ich finde das Ampelsysthem auch gut , es wäre als erstes gut für die Kinder, so wissen sie was dick macht, wenn sie sich was im Supermarkt kaufen. Ich finde auch die Hersteller sollten diese Fachbegriffe für den Verbraucher auch mal verständlich machen, weil für uns ist das nur ein Fachchienisisch.

20.09.07 - 12:29 Uhr
von zwergspitzmaus

Ich denke der Grundstein für gesunde Ernährung wird in der Kindheit gelegt. “Was Hänschen nicht lernt,…” usw. trifft hier den Nagel auf den Kopf. Bei uns wurde immer sehr abwechslungsreich gegessen und auch selbst gekocht. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Wer nicht mit gesunder Skepsis gegen die vielen Werbeverspreche aufgewachsen ist glaubt natürlich alles, was da so von der Industrie ausgegeben wird. Die Einteilung in “gute” und “schlechte” Lebensmittel würde ich nicht unbedingt befürworten, da es immer das gesunde Maß macht.

20.09.07 - 12:57 Uhr
von puckser

Ich bin der Meinung, daß Übergewicht nicht nur durch eine falsche Ernährung entsteht, sondern das es auch an einer falschen Kennzeichnung der Lebensmittel liegt.
Das beste Beispiel dafür sind einige Süßigkeiten wo auf der Packung “fettfrei” steht.
Was ist aber mit dem Zuckergehalt? Der wiederum steht nur klein gedruckt irgendwo auf der Rückseite und wird kaum beachtet (gerade Zucker ist ein Dickmacher).
Genau wie an diesem Beispiel wird es bei anderen Lebensmitteln genauso gemacht.
Da muß man sich also nicht über die überflüssigen Kilos wundern.
Besser wäre es, gleich klar und deutlich aufzulisten, was genau in unseren Lebensmitteln steckt und zwar mit eindeutigen Bezeichnungen damit wirklich jeder weiß, was gemeint ist.

20.09.07 - 13:19 Uhr
von hupfi76

Ich finde das Ampelsystem toll, so können wie Verbraucher endlich mal besser sehen, wie gesund das jew. Gericht/Produkt überhaupt ist.

20.09.07 - 13:21 Uhr
von safieko

Wer trägt Eurer Meinung nach Schuld daran, dass die Menschen hierzulande immer dicker werden? Die Verbraucher selbst oder die Lebensmittelhersteller ?

Eine gute Frage! In der heutigen Zeit würde ich sagen, es liegt am Hersteller und am Verbraucher. Ich selbst bin seit 26 Jahren Diabetikerin (Typ 1). Eine gesunde Ernährung ist großer Bestandteil um eine bestimmte Lebensqualtiät zu erhalten. So achte ich sehr auf Inhalts- und Zusatzstoffe. Der Lebensmittelindustrie wird es schon sehr leicht gemacht. Nur - viele haben kein Interesse!
In der modernen Gesellschaft ist kein Platz für Bewegung, ausgeglichene Ernährung,…
Die meisten Kinder verbringen mehr Zeit vor Computern und Fernsehgeräten als im Freien. Bewegung ist für viele ein Fremdwort. Und unsere modernen Mütter und Hausfrauen bekommen es auch leicht gemacht. Muffins, Pfannkuchen, Kartoffelpüree, Knödel,… alles fix und fertig in der Tube zu kaufen!
Viele sparen Zeit am falschen Fleck… gemeinsam mit Kindern zu kochen und ihnen “gesunde Werte” zu vermitteln kann sehr viel Spaß machen!
Ein Versuchs wäre es Wert - oder?

20.09.07 - 16:38 Uhr
von weirdo

Ich finde das Ampelsystem klasse!
Ich möchte dazu aber anmerken, dass die Menschen auf den britschen Inseln immer noch mehr an Übergewicht leiden als der Rest Europas und im allgemeinen ist auf den Inseln auch mehr Zucker und Fett drin als bei uns!

20.09.07 - 16:40 Uhr
von Schujeng

das Übergewicht fängt ja schon in der Kindheit bei vielen an.
Die Eltern machen den Kindern viele fettige Fast Food Gerichte, aus Zeitmangel oder Lustmangel.
Ich kenne auch so viele Leute die nicht selber kochen, weil sie sagen sie können nicht kochen. Bei so einer Einstellung fasse ich mir auch immer an den Kopf, kochen kann jeder. Das ein Laie kein Menü aus einem 5 Sterne Restaurant zaubern kann ist klar, aber simple leckere Dinge kann jeder. Und damit meine ich keine Nudeln ;)

Und weil die Kinder schon von Kind an dieses Essen gewohnt sind, bleiben sie auch oft dabei. Dazu kommt der große Mangel an Bewegung. Ich habe gelesen das viele Kinder in der Grundschule nicht mal mehr einen Schneidersitz können.

Auch werden Leute durch die Lebensmittelindustrie böse getäuscht. Zucker wird durch Süßstoff ersetzt, da denkt doch jeder am Anfang oh ist ja super, aber dabei ist Süßstoff noch ein viel teuflischeres Zeug.
Oder auf irgendwelchen Produkten steht Fitness, Light, Balance usw.
Auch steht 0,1% Fett drauf , ja schön und gut, wenn aber bei den Zutaten an erster oder zweiter Stelle Zucker steht, kann man das mit dem 0,1% Fett sich auch sparen.
Die Leute müssen sich halt auch selber mal Gedanken über das machen, was auf den Lebensmitteln steht.
Auch müsste man gleich in der Vorschule/Grundschule den Kindern näher bringen wie man sich richtig ernährt. Und nicht einfach nur die Ernährungspyramide durchnehmen, das ist relativ sinnlos.

Eigentlich müsste so etwas klar die Aufgabe der Eltern sein den Kindern richtige Ernährung zu vermitteln, aber es ist erschreckend wie es in vielen Haushalten heutzutage aussieht.
Dazu kommt noch die Täuschung von vielen Lebensmittelherstellern.

Ich finde man kann nicht nur den Verbraucher oder den Lebensmittelfirmen die Schuld zu schieben. Es sind meiner Meinung nach beide Mitschuldig.
Es ist auf jedenfall gut das es Firmen wie Frosta und Hipp gibt

20.09.07 - 20:02 Uhr
von snookie

Meiner Meinung nach sind beide Seiten schuld, die Verbraucher wie auch die Hersteller.
Die Verbraucher, weil sie meistens nie die Zeit haben sich alles durchzulesen und zu bewerten, d. h. der Großteil unwissend ist. Man achtet darauf was einen die Werbung suggeriert… Fettfrei/Zuckerfrei/natürlich Aromastoffe… wird auch immer wieder von so nett bezahlten Personen ins Wohnzimmer gebracht. Aber selbst wenn man vernünftig auf seine Ernährung achtet, kann man nicht alle Quellen des “Übels” ausmerzen, wie auch schon einige andere Trndler bemerkt haben.
Auf der anderen Seite tragen die Hersteller genauso Schuld, da sie so schöne schwammige Grenzbegriffe einführen, damit sie Ihrer Kennzeichnungspflicht zwar nachkommen, doch immer noch den Verbraucher im Unwissen lassen. Profitgier trägt ein anderes Problem noch hinzu. Andere Argumente, die ich genauso vertrete, wurden ja schon genannt.
Aber ich denke eine dritte Partei sollte man auch noch ins Spiel bringen, nämlich (wie auch schon angeführt) die Politik. Ihre Aufgabe ist es für das Wohl des Volkes zu regieren, und nicht nur nebenbei noch mindestens 2 - 3 Vorstandssitze abkassieren. Wo bleibt da die Unterstützung? Ja, wir machen das Naschen teuerer per Steuer, super Idee, doch total schwachsinnig. Warum nciht da ansetzen wo es beginnt? Genaue und deutliche Deklarierung der Produkte einfordern, die Bildung dieses Themas fördern, wenn man schon in Heidelberg versuchsweise sein mündliches Abifach in “GLück” (kein scherz!) belegen kann, warum dann nicht in der Grundschule mit der Förderung von Gesunden Essen anfangen? Und das durchziehen bis zum Abitur, besonders an Schulen mit Kantinen/Snackbars. Sowie auch im Berufsalltag, alles was man sofort immer bekommen kann sind diverse Burger, Döner, Pizza, Chinaimbiß (glutmat ich komme), aber kaum sieht man mal was “gesünderes” ne Salatbar, Suppenbar oder andere Alternativen.
Womit auch schon beim Ampelsystem bin. Im Grunde finde ich es venünftig mit kleinen schritten anzufangen. Okay, es unterscheidet nicht alles, gerade nur das Nötigste, aber ein Anfang. Der Verbraucher wird nicht nur zu Grün greifen, ist ganz klar, doch gerade “Unwissende” werden trotz allem damit konfrontiert, das nicht alles Essen auch gesund ist. Ausbaufähig ist es alle mal, aber ein Schritt!

Und natürlich sollte man sich bewegen und vom Sofa runterkommen, dann kann man nämlich auch viel weniger von irgendeiner Werbung beeinflußt werden, die einen wieder das Blaue vom Himmel verspricht. ;)

20.09.07 - 20:53 Uhr
von Haschmir

Ich schließe mich vielen meiner Vorredner an. Beide seiten sind zu gleichen Teilen daran Schuld. Den Verbrauchern würde mehr Bewegung in keinem Fall schaden und die Hersteller können es den Verbrauchern trotzdem auch durch das Ampelsystem (zum Beispiel) vereinfachen.

Frosta macht da einen guten Schritt!

21.09.07 - 20:39 Uhr
von honeybear

Meiner Meinung nach liegt die Schuld bei der Lebensmittindustrie und bei den Leuten, die die Menschen über jene Sachen informieren sollten. Natürlich ist es für Allergicker gut, wenn die einzelnen Stoffe auf der Tüte stehen, aber wenn man nicht weiß, was sich dahinter verbirgt, ist das auch egal. Natürlich wäre es besser, wenn man einfache Begiffe, die jedem bekannt sind, verwendet.

Die Lebensmittelindustrie in GB ist eindeutig besser. Bei Mark’s und Spenser gehe ich auch lieber einkaufen, als hier in Deutschland. Vor allem, wenn herauskommt, dass die Lieblingsprodukte nur schädlich sind. Da vergeht einem echt der Apetit!

22.09.07 - 23:38 Uhr
von nachteulchen56

ich bin jetzt mal schonungslos selbstkritisch: (in meiner alltags-zeitnot) - ich hab bisher viel zu sorglos konsumiert … :-(

ich bin nun doppelt froh, dass ich hier in diesem projekt so viel erfahre, was eigentlich hinter den kulissen passiert der bühne der riesigen ernährungsindustrie …
ein lob auf die philosophie von frosta … die palme in der wüste

23.09.07 - 0:14 Uhr
von Tari

Natürlich ist der Verbraucher selber schuld, wenn er ungesund oder zuviel isst. Die Lebensmittelhersteller binden niemandem am Esstisch fest und zwingen ihn zu essen.
Die Ampelregelung scheint sich vor allem auf Fett-, Zucker- und Salzgehalt zu beziehen. Das ist eine nette Krücke für Leute, die sich nicht mit Ernährung auskennen und keine Lust haben, sich alle Inhaltsstoffe durchzulesen, allerdings sind das dann auch diejenigen, denen eigentlich egal ist, ob das, was sie zu sich nehmen auch gesund ist. Statt Fettgehalt würde mich eher eine auffälligere und genauere Kennzeichnung von Zusatzstoffen interessieren.

Ob die Ampelkennzeichnung nun viel bringt oder nicht, schaden würde es auf keinen Fall. Jedenfalls nicht dem Verbraucher. Von daher ist die Lobbyarbeit der Industrie zur Verhinderung der Kennzeichnung eine Frechheit, die Mitarbeit der Regierung erst recht.

23.09.07 - 17:25 Uhr
von tigertommy

Ich bin für eine Ampelkennzeichnung, denn wir sind alle mündige Bürger, die selbst entscheiden sollen und müssen, ob sie fettreiche oder fettarme, geschmacksverstärkende oder natürliche Geschmacksoptimierung in Gerichten haben wollen oder nicht. Dazu ist eine aufklärende Beschriftung notwendig. Oder will der Staat oder die Gesellschaft in Zukunft von einer Flut mit Erkrankungen, die auf eine falsche Ernährungsweise beruht, konfrontiert werden, die ein Vielfaches von dem kostet, was jetzt zur veränderten Lebensmittelkennzeichnung und evtl EInsatzbußen bei diversen Anbietern führen würde?.. Eine Lobby ist da, um auch Kritik und Änderungen zu erzwingen- und das im Sinne der Bürger!

24.09.07 - 9:24 Uhr
von Djinni

Die Lebensmittelindustrie in GB als “besser” zu bezeichnen halte ich für sehr gewagt. Man denke nur an BSE (verursacht durch skrupelloseTiermehlverfütterung an plflanzenfressende Wiederkäuer), Maul- und Klauenseuche und zahlreiche andere Lebensmittelskandale, die in England ihren Ausgang nahmen. Das Angebot in den Supermärkten ist allerdings, was die Auswahl angeht, wesentlich besser, das stimmt, aber auch deutlich teurer.

Es ist einfach so: die Nachfrage regelt das Angebot, wenn die Verbraucher hierzulande für bessere Produkte mehr Geld ausgeben würden, würden nach und nach auch mehr bessere Produkte angeboten werden.

Mit der Ampelkennzeichnung wird eine Vereinfachung vorgegaukelt, die so nicht möglich ist. Fundierte Nährwerttabellen auf den Lebensmitteln und die hier schon viel geforderte Aufklärung in Schulen tragen dem komplexen Thema Ernährung besser Rechnung.

24.09.07 - 11:20 Uhr
von schnoeseli

Ob die Ampelkennzeichnung wirklich weiterhilft, wage ich zu bezweifeln, denn da geht es nur um Sachen, die viele Leute ohnehin schon vergleichen, eben Fett- und Zuckergehalt. Sinnvoller wäre eine Deklarierung der Zusatzstoffe, wobei diese wiederum ja in einer Art Ampel aufgeführt werden könnten: rot für fragwürdige und bekanntermaßen schädliche Stoffe, gelb für verdächtige Zusätze, und grün für harmlose Zugaben.
Alternativ wären Zutatenlisten an den jeweiligen Regalen, mit Angabe der Bedennklichkeit, als Hilfe zum Vergleich und zum Entscheidungsfinden sicher eine gute Zwischenlösung.

24.09.07 - 13:19 Uhr
von Flirty

Also am eigenen “Dicksein” ist wohl jeder zu 100% selbst schuld (ausgenommen kleine Kinder, die mit fettigem Essen vollgestopft werden).
Denn jeder kann selbst bemerken, was dick macht und was nicht. Wenn man nicht weiß, ob das Essen nu dick macht oder nicht, dann lässt mans eben weg. Oder wie wär’s einfach mit SELBER MACHEN!!! Da weiß man, was drin ist und somit auch, ob das Essen schnell dick macht oder nicht…
Da versteh ich wirklich niemanden, der behauptet, dass er/sie nur dick ist, weil die bösen Fertiggerichte so fettig sind -.-

24.09.07 - 22:33 Uhr
von katynk

Sowohl als auch, denn die Nachfrage ist letztendlich leider auch eine Sache des Angebotes (naja gut, und umgekehrt). Eigentlich sollte ja jeder selbst für sich auf den Trichter kommen und erkennen, dass ungesundes Essen und Bewegungsarmut dick machen. Betonung auf ’sollte’. Doch manche kommen komischerweise nie dahinter, oder es ist ihnen schlichtweg egal, wie sie sich fühlen. Mir tun vor allem Kinder leid, die von Haus aus nichts anderes kennen und dann so langsam die Form ihrer Eltern annehmen.
Die Industrie ist da teils auch mitverantwortlich, indem sie immer buntere, süßere und fettigere Produkte auf den Markt wirft und mit massiver Werbung gezielt Kinder anspricht. Fruchtzwerge hin, Kinderschokolade her… letztendlich müssen dann aber doch die Eltern dafür sorgen, dass die Kinder wissen, wie ein Joghurt schmeckt, der eigenhändig mit echten Früchten verrührt wurde, und das finde ich schade. Und dann brauchen sich die Eltern nicht zu wundern, wenn es angeblich nicht schmeckt, nur weil keine bunte Packung drumherum ist.

25.09.07 - 9:13 Uhr
von Purzel1970

Hmmm, also ich bekam mal eine Antwort darauf, weshalb Amerikaner so dick sind: das kommt von den Light-Produkten, die dort angeboten und konsummiert werden. Schuld sind also demnach die Produzenten, weil die Konsumenten darauf vertrauen, dass diese Produkte gut für sie seien… na ja, was will man machen. Es sollte halt an der Schule und im Studium Ethik gelehrt werden. Wäre ich Produzentin würde ich meinen Kunden nie das verkaufen, was ich nicht selbst gut heiße… Die Frage ist, ob man von den Konsumenten überhaupt verlangen kann, dass sie sich über das Essen informieren. Wie man dem Beitrag entnehmen kann, braucht man dafür ein Chemiestudium! Interessant fand ich auch im Beitrag, dass die Regierung sich von den Lobbyisten sehr in die Arbeit reinquatschen läßt, aber okay, wie lange hat es auch mit dem Rauchverbot gedauert - das ist doch jetzt das selbe in Grün!
Schade, dass unsere Regierung das Rückrat nicht hat und die Interessen der Bevölkerung vertritt! :-(

25.09.07 - 14:23 Uhr
von Pimparella

Ich denke ein Ampelsystem ist mit Sicherheit ein Weg in die richtige Richtung, allerdings fängt es doch im Kopf der Leute an.
Die wenigsten wissen noch wie man gescheit kocht, bzw. worauf es ankommt. Bei einer kleinen Umfrage im Freundeskreis wissen nur wenige Leute, was überhaupt Kohlenhydrate, Eiweis, Fett, etc. Bzw. Welche Fette / Fettsäuren gesund sind, welche Müll sind, wie viel in verschiedenen Dingen steckt, etc.
Und wenn man, bzw. ein Großteil der Bevölkerung nicht mal weiß, oder sich kaum Gedanken darum macht, was sie essen, und was es bei ihrem Körper bewirkt, kann auch wenig passieren!!

25.09.07 - 21:49 Uhr
von test79

Das Video zeigt mal wieder, daß der Verbraucher absichtlich getäuscht wird! Warum schreibt man nicht ausführlich hin, was z. B. E321 ist? In Deutschland muß man sich über alles selber informieren - nur WO? - Das Heft mit den E-Nummern finde ich wirklich spitze! - Sowas sollte Pflichtlektüre in der Schule sein!

Also zunächstmal finde ich dieses “Ampelsystem” gut.
Aber wenn der Verbraucher wirklich verstehen könnte, WAS tatsächlich in einem Produkt enthalten ist, könnte man sich soetwas sparen!

Ich bin der Meinung, daß der Verbraucher mit ABSICHT nicht ausreichend informiert wird! Was würde denn passieren, wenn ganz deutschland nur noch frische Produkte OHNE jegliche Zusatzstoffe kaufen würde? Es würde jede Menge Industrie pleite machen somit hätte die Regierung weniger Geld zur Verfügung, das sie zum Fenster rauswerfen kann!

Es ist doch eigentlich dasselbe, wie mit den Genprodukten: Die Zuckerrübe muß gekennzeichnet sein aber das Endprodukt nicht! Das ist in meinen Augen absichtliche Irreführung!

Auf die Frage, WER denn Schuld an der “Verdickung” der Gesellschaft sei - kann man meiner Meinung nach nicht pauschalisieren! Da gibt es viele Gründe und ich würde in erster Linie den Zeitmangel verantwortlich machen, gefolgt vom GELD und natürlich kommt auch einfach nur FAULHEIT dazu!
Hinzu kommt, daß es sehr viele Singles gibt - die für einen alleine gar nicht kochen. Abwechslung sollte aber doch dabei sein!–> Also wird zu “Billig-”produkten gegriffen, die schnell gehen und doch sättigen! Eine Pizza zu bestellen geht schneller und einfacher als sich hinzustellen, den Hefeteig zu machen, zu belegen und auch noch warten, bis sie fertiggebacken ist. Außerdem hat nicht jeder seinen eigenen Gemüsegarten. Wer hat denn bitteschön alle Gewürze, jedes Obst oder jedes Gemüse selber zu Hause? - Gekauftes wiederum, verdirbt schnell….

Es ist schon komisch, wenn man z. B. operiert wird, dann wird man vom chirurgen UND vom Narkosearzt über mögliche Risiken aufgeklärt und muß dann noch unterschreiben, daß man auch alles zur Kenntnis genommen hat! WER informiert uns denn darüber was wir täglich essen, trinken, was in unsere Kleidung ist, in unser Luft, und und und??????

30.09.07 - 18:39 Uhr
von steferl

Die Frage, wer Schuld an der großen Anzhal Übergewichtiger Menschen ist, kann nicht pauschal beantwortet werden.

Zum Einen sicherlich die Industrie, die mit den mehr oder weniger versteckten Zutaten die Verbraucher in großem Maße täuscht.

Zum Anderen die Gesellschaft an sich, in der Fast Food eine immer größere Rolle spielt.
Es fänht ja in der Schule an, keine Unterricht über gesunde Ernährung mehr, keine Eltern, die Zeit haben, zu kochen etc.

Auch ich habe lange gebraucht, um zu sehen, dass ich mit meiner schnellen und meist ungesunden Ernährung trotz Sport immer mehr Pfunde auf den Rippen hatte.
Erst meine Ernährungsumstellung hat mich sensibel gemacht auf die ganzen Zusätze.

Ich denke, dass vielen Leuten die Wirkung von Zusatzstoffen nicht bewusst ist, sie von der Industrie aber auch gerne dumm gehalten werden.